Buggyfahrt & Sandboarding in Huacachina

Huacachina ist ein kleine Wüstenoase, 5km entfernt von Ica. Auf meiner bisherigen Reise habe ich nur gutes über diesen kleinen Ort gehört und jedes Mal die Empfehlung bekommen, in das dortige Banana Hostel zu gehen. Zum einen da es Karibik Gefühle vermitteln soll, zum anderen ist im Übernachtungspreis pro Tag eine kostenlose Aktivität inklusive. Und so bin ich den Empfehlungen mal gefolgt und von Ica mit dem Taxi nach Huacachina gefahren.

Im Hostel in Ica hab ich eine Spanierin kennengelernt, die zufälliger Weise am selben Tag ins selbe Hostel wollte und so konnten wir uns die Taxi kosten teilen. Im Hostel sagte man uns: nicht mehr als 7 Soles (2€) für die Fahrt! Das war dann auch der Moment wo man mich zum ersten Mal bescheissen wollte, denn der Taxifahrer sah uns Touris da mit Rucksack stehen und verlangte direkt mal die Touristen Pauschale von 13 Soles. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass wir beide erstens geizig sind und zweitens, dass wir beide fließend Spanisch sprechen. So konnten wir dann doch noch für den angenehmen Preis von 6 Soles mit dem Taxi nach Huacachina.

Ehrlich gesagt hatte ich mich mal wieder nicht so richtig informiert und so war ich doch sehr überrascht als die Taxifahrt mir knapp 8 Minuten dauerte. Ich war davon ausgegangen, dass Huacachina ne ganze Ecke weiter weg wäre. Naja was soll’s, ändert nichts daran, dass es ein traumhaft schöner Fleck inmitten von Sanddünen (mehrere hundert Meter hoch!!!) ist. Unser Taxi Fahrer wusste auch direkt Bescheid – es fahren wohl alle in das Banana Hostel!

Beim Einchecken wird auch direkt klar warum, Hängematten zwischen Palmen, Pool, Bar und Sonnenliegen warten nur darauf benutzt zu werden! Die Aussicht zur einen Seite die Oase, zur anderen eine 350 Meter hohe Sanddüne. Also wurde erstmal die Badehose angezogen und dann ging’s ab an den Pool! Wir haben uns dann für den Nachmittag für die Sandbuggy & Sandboarding Tour angemeldet und so bestand das „Warten“ aus Sonnen, in der Hängematte liegen, den lokalen Hopfensaft probieren und im Pool abkühlen.

Als es dann endlich losging musste ich an Miguel denken, denn eigentlich wollten wir schon in Südafrika, Jeffrey’s Bay, sandboarden. Leider hatte damals das Wetter nicht mitgespielt, denn der Sand muss Staub trocken sein, was hier wohl selten ein Problem ist. Es ging also los, Sportsachen an (Aachen-Trikot natürlich!), Sonnenbrille dabei, Kamera und Wasser eingepackt – Abfahrt bereit. Also nichts wie rein in den Sandbuggy und anschnallen, auch das erste mal in Peru!

Und los geht sie die holprige Fahrt. Man merkt sofort, dass dieses Fahrzeug nicht für die Straße gemacht ist. Endlich erreichen wir also die ersten Dünen und der Buggy geht richtig ab! Besser als jede Achterbahn Düsen wir aufwärts und abwärts, springen über kleine Sand Hügel, stürzen uns die Dünen runter und genießen den Fahrt Wind! Die Fahrt dauert ca eine halbe Stunde, ich habe bereits jegliche Orientierung verloren, schließlich ist als Sand und Dünen um mich rum. Unser Fahrer hält an einer, wohl bestimmten, Düne und wir dürfen absteigen. 10 Minuten zum Fotos machen, danach müssen wir flott aufs Brett. Wir bekommen also die Bretter und ne Kerze in die Hand, müssen die Bretter noch wachsen und dann bekommen wir erklärt wie man auf dem Brett den riesengroßen Sandberg runter schießen soll. Ich knie mich also über das Brett, Stoß mich ab und los geht die rasante Fahrt den Berg runter! Ein sau geiles Gefühl. Wie wir später erfahren erreicht man knapp an die 60-70 km/h als Topspeed! Einfach unglaublich! Insgesamt fahren wir vier solche Berge runter. Nach jedem Mal knirscht mehr Sand zwischen den Zähnen! Auch Augen und Ohren, einfach alles voller Sand…dies mindert aber in dem Moment keines Wegs den Spaß. Mir wird sofort klar, dass ich das den ganzen Tag lang machen könnte!

Da ich 2 Übernachtungen gebucht hatte und somit auch 2 Aktivitäten frei hatte buchte ich für den 2 Tag direkt wieder die Sandboarding Tour.

Das Boarding dauerte eine knappe Stunde und so ging es danach noch einmal für 30 Minuten in dem Buggy durch die Wüste Richtung Huacachina. Dort angekommen wurden wir auf halbem Weg nach oben auf der größten Düne Huacachina’s rausgelassen. So kamen wir rechtzeitig mit unserer 12er Gruppe zum Sonnenuntergang oben an! Ein unglaublich schönes Erlebnis. Runter ging es dann im Vollsprint grade die Düne runter, zum bremsen musste Mann sich einfach fallen lassen und und 27 mal überschlagen und schon hatte man ein wenig an Tempo verloren, stehengeblieben war man dann immer noch nicht! Für Knie und Fußgelenke wohl die Hölle, aber für den Spaß hat sich das definitiv gelohnt und würde ich jedem nur empfehlen. Wirklich gelitten haben nur meine Schuhe, der Sand ist nämlich überall rein aber nirgendwo rausgekommen und so habe ich jetzt zwischen den Stofflagen dicke Sandkissen die nicht verschwinden wollen. Ich denke die Schuhe werden leider im Müll landen und ich werde mir neue zulegen müssen!

Abends ging es dann noch schön an die Bar, ein paar Bierchen und Cocktails trinken und dazu was leckeres zu essen. Ein vollkommen gelungener Tag! Gut das mein Plan war diesen einfach eins zu eins zu wiederholen. Und so sah mein 2. Tag in Huacachina eigentlich identisch aus. Was zum einen erwähnenswert ist, ist dass das Sandboarding noch mehr Spaß gemacht hat, da ich jetzt den Dreh einigermaßen raus hatte. Zum anderen hatte ich einen anderen Buggyfahrer, der besser gelaunt und cooler drauf war. So haben wir dann noch eine außerplanmäßig längere Rückfahrt gemacht.

Insgesamt ein super Aufenthalt, ich habe mich in dieses kleine Örtchen verliebt. Es ist einfach eine traumhafte Oase in der man nicht nur super entspannen kann, sondern auch einen sehr spaßiges Sport betreiben kann! Ich will auf jeden Fall noch dahin!

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