Lima – eine chaotische mega Stadt

Hauptstadt von Peru. Mehr als 10 Millionen Einwohner. 43 Bezirke. Und viel zu viele Autos mit Hupen! Das ist Lima, die größte Stadt Perús, in der 1/3 der peruanischen Bevölkerung lebt. Als Vergleich: Lima ist mehr als 3 mal so groß wie Berlin! Hektisch, chaotisch und wild, aber auch ruhig, entspannend und wunderschön. Hier gibt es einfach alles.

Von Huacachina ging es also Richtung Lima. Mehr Kontrast geht wohl kaum! In Huacachina hab ich cooler Weise 2 Deutsche kennengelernt, die ebenfalls nach Lima wollten. Also sind wir zusammen mit dem Taxi zurück nach Ica zum Busbahnhof um dort den nachmittags Bus Richtung Lima zu nehmen. Da hier Busfahren wie Fliegen in Europa ist, haben wir also unser Gepäck aufgegeben und den „Check-In“ gemacht. Okay wir haben noch 25 Minuten Zeit, sollte reichen um noch was zu essen! Ich, schon ein bisschen abgehärtet was günstiges südamerikanisches Essen angeht und ebenso vertraut mit einigen lokalen Spezialitäten, so hatte ich einiges zu lachen. Aber von Anfang an. Wir sind also zu dritt in ein kleines Strassenlokal, das Menü kostet 9 Soles (2,50€). Das Menü besteht wie überall hier, aus einer Suppe, einem Hauptgericht und einem Getränk. Die Suppe kommt, eine leckere Hühner- und Gemüsesuppe! Was allerdings dann anders ist: der Hühnerfuß! Ich hab das jetzt schon mehrmals gehabt und auch schon auf diversen Märkten gesehen, also kein Problem! Der Anblick der anderen Beiden dagegen war göttlich. Ich muss zugeben, das erste Mal habe ich wohl genauso geguckt… Da wir unter Zeitdruck waren, kam leider keiner auf die Idee ein Foto zu machen, aber ich bin sicher, es wird sich die Möglichkeit ergeben das nachzuholen. Beim Hauptgang gab es dann keine optische Überraschung, sondern vielmehr super leckeren Fisch mit Reis (hier gibt es quasi nur Reis)! Viel mehr ging es hierbei um die Technik, Fisch und Gräten zu trennen. Während meine beiden Mitreisenden versuchten auf gut deutsch den Fisch mit Gabel und Löffel auseinander zu nehmen (Messer gab es erst gar nicht, wofür hat man Hände?), war ich schon voll dabei! Die Hände sind da definitiv praktischer! Auch wenn es diesmal nicht so weit kam, ich glaube das nächste mal werden sie auch die Hände nutzen!

Wir haben Bus gerade so rechtzeitig bekommen und kommen dann nach 5,5 Stunden fahrt mit knapp 1,5 Stunden Verspätung also in Lima an. Raus aus dem Bus und wie am Flughafen erstmal zur Gepäckausgabe. Achja, die Busse sind übrigens besser ausgestattet als jegliche Flugzeuge in denen ich saß! Tv, wifi, Ledersitze – 160 grad kippbar, Essen und Getränke inclusive! Dann raus zum Taxi, laut Hostel kostet die Fahrt nicht mehr als 20 Soles. Der Taxifahrer sieht mich mit Rucksack da stehen und will 32 Soles. Interessanter Weise, sobald man gut Spanisch spricht geht der Preis schonmal 8-9 Soles runter, er wollte mir sogar weiß machen, dass ich zuerst missverstanden hätte. Naja nach ein bisschen handeln ging’s dann für gute 18 Soles zum Hostel! Da muss man sich mal vorstellen, wieviel man durch handeln über einen so langen Zeitraum sparen kann! Ich bin dem Rat der vier deutschen aus Arequipa gefolgt und deren Hostel gegangen, zum einen hatte ich mir eine Kleinigkeit überlegt, später mehr dazu, und zum anderen passte es ganz gut, da ich 2 Nächte überbrücken musste, bis ich mein eigentliches Hostel konnte.

Am nächsten morgen wurde ich dann spontan zu einer free walking Tour durch das historische Zentrum Lima’s mitgenommen. Es war eine schöne Tour, nur zu empfehlen, inklusive Pisco Probe! Wir sind also zur Plaza der Armas, dem zentralen Platz, dem Präsidentenpalast, diversen Kirchen und zum Rimac, dem Hauptfluss und Namensgeber Lima’s. Rimac war der Inca Name, der wurde von den Bewohner zu Limac umgeändert. Als dann die Spanier um Pizarro nach Peru kamen, haben die typisch spanisch den letzten Buchstaben verschluckt und so wurde letztendlich aus Rimac Lima!

In Begleitung von 3 chilenischen Mädels, einem argentinischen Paar und einem Alleinreisenden Argentinier ging es von dort aus weiter zum Ceviche essen. Ceviche ist eine peruanische Fischspezialität die einfach super lecker ist! Da es hierbei um Fisch geht, der auch nicht immer gekocht ist ( muss so, also quasi wie Sushi nur viel leckerer 😉 ), muss man da vorsichtiger sein wo man ihn isst. Es war als das erste und bisher letzte Mal, dass ich „teuer“ essen war. Es hat sich aber definitiv gelohnt!

Abends ging es dann zurück ins Hostel noch ein wenig entspannen, Bierchen trinken und mit anderen Reisenden unterhalten! Für den nächsten Tag hatte ich dann auch die kleine Überraschung geplant! Ich wusste, dass Baran, Fernando, Maja und Ria an dem Sonntag von Lima aus den Rückflug hatten. Da Sie frühmorgens aus Huaraz (mein nächstes Ziel) ankamen, dachte ich mir, dass sie ihr Gepäck über den Tag wohl in dem Hostel lassen würden, in dem sie schon gute Erfahrungen gemacht hatten. Die Überraschung glückte also, als morgens in den Gemeinschaftsraum kam und die vier dort waren. Wir haben uns alle total gefreut uns nochmal zu sehen! Also war klar, das wir den Tag zusammen verbringen werden. Eigentlich wollten wir die Free Walking Tour nochmal machen, da Sonntag war musste ich dann Guide spielen, kein Problem! Was wir nicht wussten und bis heute nicht wissen, es gab einen großen Feiertag o.ä… die Stadt war super voll und es gab Umzüge, tanzende Menschen, kostümierte Menschen, es war einfach superviel los!

Wir verbrachten also den Vormittag im historischen Zentrum! Gegen Mittag rief dann das Mittagessen, auch hier natürlich nur peruanische Spezialitäten, gefüllte Avocado oder Ceviche als Vorspeise und als Hauptgang Lomo Saltado oder Meerschweinchen! Vom Zentrum aus ging es dann in den Stadtteil Barranco, dieser ist bekannt für seine Streetart und das künstlerische Flair. Und so sind wir dann den Nachmittag noch dort lang gebummelt bis es schließlich zurück zum Hostel ging. Einige mussten ja die Heimreise antreten…für mich ging es während dessen in mein neues Hostel!

Üblicherweise übernachtet man in Lima in Miraflores, das ist das reichste und auch sicherste viertel Lima’s. Klar das auch meine beiden Hostels in Miraflores waren!

Mein neues Hostel war voller, lauter und wilder! Es war einfach viel mehr los und es gab auch jede Menge Freizeit Angebote. So gab es abends mal Trinkspiele, mal Salsa Unterricht oder ein Tischtennis Turnier (wer hat das wohl gewonnen?!). Und so verbrachte ich die letzten 2,5 Tage mit rumschlendern, erkunden, einkaufen und planen. Man findet glücklicherweise so gut wie immer wen der Lust hat mitzukommen! So gab es auch mal ein Bierchen beim Sonnenuntergang gucken am Strand von Lima oder ein gemeinsames Essen auf dem lokalen Markt!

Insgesamt hat mir Lima in den 5 Tagen (solang wars glaub ich) super gut gefallen! Ich kann nicht verstehen warum die meisten Reisenden Lima überspringen oder wenn nur als Verkehrspunkt nutzen. Die Stadt ist einfach so vielfältig, es gibt so viel zu tun und zu sehen! Einen einzigen tatsächlich nervigen Kritikpunkt habe ich: man sollte in Lima nur Autos ohne Hupen verkaufen! Hier wird für alles und nichts gehupt! Einfach tierisch nervig! Und wenn man dann den Taxifahrer fragt warum er vor dem überqueren einer leeren Kreuzung 3 mal gehupt hat sagt er nur: „para signalisar“ – zum signalisieren! Was oder wie oder warum? Keine Ahnung!

2 Kommentare zu „Lima – eine chaotische mega Stadt

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