San Pedro de Atacama

So, es ist also endlich soweit. Robin kommt zu Besuch! Nach langem warten und viel Vorfreude empfange ich Robin also in Santiago. Viel Zeit bleibt uns hier allerdings erstmal nicht. Der Flug von Santiago nach Calama, im Norden Chiles, ist schon gebucht. Es geht für mich also ans Tasche packen, mal wieder. Vormittags geht es dann also zum Flughafen. Keine Probleme. Der Flug dauert knapp 2 Stunden. Wir landen in Calama. Oder im Nichts. Denn zu sehen ist weit und breit nur die Atacama Wüste, die trockenste Wüste der Welt. Aber wie auch immer, es war alles voller Deutscher. Ich hasse Deutsche. Zumindest beim reisen. Denn es ist egal wie weit am A***** der Welt man sich befindet, ein paar Deutsche sind immer da. So warten wir am Flughafen auf unseren Bus nach San Pedro, in Begleitung von ca 12 Deutschen, Yey.

In San Pedro müssen wir eine Nacht überbrücken, bevor wir in unser eigentliches Wunschhostel können. Es passiert nichts spannendes. Also starte ich mal in unserem Wunschhostel wo unsere Reise auch erst so richtig losgeht. Wir treffen direkt mal nach dem Check in auf Claudia aus Kanada. Mit ihr werden wir noch ins Tal des Mondes, Sterne gucken und durch das Salar de Uyuni fahren, dazu aber später mehr. Erstmal hat sie ein Problem mit dem umbuchen eines Fluges. Da ich ja sowohl mit Spanisch als auch mit Englisch gut zurecht komme helfe ich natürlich gerne! So lernen wir uns also kennen. Claudia ist in unserem Alter und 3 Wochen in Chile unterwegs. Wir merken ziemlich schnell wie gut wir 3 klarkommen und so planen wir am nächsten Tag uns Fahrräder auszuleihen und ins 8 km entfernte Valle de la Luna zu fahren. Abends geht es dann noch raus aus dem Ort zum Sterne gucken! Mit einem leckeren Bierchen und einer Flasche Pisco Sour liegen wir also irgendwo in der Wüste und genießen den traumhaften Sternenhimmel und die vorbeiziehenden Sternschnuppen. Was für ein Anblick.

Am nächsten geht es also ins Valle de la Luna. Ein Tal in der Nähe des Ortes, dass eben wie eine Mondlandschaft aussieht und einen der schönsten Sonnenuntergänge überhaupt bereithalten soll. Es geht also zum Fahrradverleih und dann ab auf die Räder. Im Endeffekt hatten wir uns das Ganze schlimmer vorgestellt, aber mit dem Fahrtwind und der angenehm ebenen Strecke stellte die Hitze sich doch nicht als all zu großes Problem dar. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt, eine große Düne mit Blick auf die Orange leuchtenden Klippen bei Sonnenuntergang, ging es durch eine karge und felsige Landschaft. Kurzer gestoppt wurde in einem Salzstein Gebiet. Hier konnten wir durch Tunnel im Salz Gebilde klettern und ein wenig die kühle schattige Luft genießen.

Direkt danach kam der einzige Anstieg auf der gesamten Strecke und hier wurde die Hitze dann richtig spürbar! Bin ich solche Strecken in Patagonien noch mit 30kg Gepäck ohne Probleme hoch, schaffte ich hier vielleicht ein gutes Drittel der Steigung… glücklicherweise konnten wir schon den Parkplatz sehen, der an dem Aussichtspunkt lag. Da wir noch etwas Zeit hatten und nicht auf der Düne in der prallen Sonne warten wollten haben wir uns einen überhängenden Stein zum picknicken gesucht.

Endlich war es soweit und wir haben uns auf den Weg die Düne hoch gemacht. Weniger schlimm als erwartet. Natürlich direkt die besten Plätze gesichert und bei angenehmer Hintergrund Musik die Aussicht genossen und die letzten Minuten gewartet. Über den Sonnenuntergang möchte ich gar nicht viel sagen, seht selbst:

Im Dunkeln ging es flott zurück, denn es wurde ziemlich schnell eiskalt. Ein einen Stopp bestand ich dann doch noch, ich wollte mich nochmal an den Sternenfotos probieren.

Wir haben noch beschlossen, zusammen die 3 Tages Uyuni-Tour zu machen und dann gehts ins Bett. Für Robin und mich gehts am nächsten Tag um 04:00 morgens Richtung Geysire. Genauer gesagt zu den Geysiren El Tatio. 4280m über dem Meeresspiegel. Das größte Geysirfeld der südlichen Halbkugel, das 3. Größte der Welt. Also geht das wieder los mit dem frühen aufstehen. Der einzige Nachteil beim Reisen. Mit dem Bus werden wir bis zu den Geysiren gebracht. Der Guide, auf deutschsprechend, erklärt uns ausführlich das Wie Was Wo und dann ging es endlich in die Thermalbäder. Es war doch schon noch sehr sehr kalt. Knappe 0 grad um genau zu sein. Auf der Höhe nochmal einiges unangenehmer. Wir wärmen uns im Thermalbecken auf und genießen das Bad. Woran wir in dem Moment noch nicht dachten? Genau, wir müssen ja aus dem warmen Becken raus. In Badehose. Nass. Bei 0 Grad.

Dann gehts zurück nach San Pedro. Im Bus machen wir beide noch ein Nickerchen. Wow es ist gerade 12 Uhr Mittag als wir in San Pedro ankommen und wir habe schon so viel gemacht. Da muss man sich ja auch mal auf die Schulter klopfen. 😄

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