Salar de Uyuni – der größte Spiegel der Welt

Im letzten Beitrag (oh ja der ist schon eine ganze Weile her, lest ihn euch ruhig nochmal durch) habe ich ja schon erwähnt, dass unser nächstes Ziel die Saar de Uyuni sein soll. So erstmal ein paar Infos und Fakten dazu. Also was ist die Salar de Uyuni? Ganz einfach eine Salzwüste! Und zwar die größte der Welt. Sie liegt im Südwesten Boliviens im Altiplano auf 3653 Metern. Die Salzschicht ist bis zu 121 Meter dick und kann mehrere Dezimeter Wasser tragen.

So genug Fakten, den erst findet ihr auf Wikipedia oder so, ich will euch ja nicht mit Erdkunde langweilen. Claudia habe ich ja schon vorgestellt. Mit ihr und Robin haben wir 3 uns also auf die Suche nach einer geeigneten Tour gemacht. Touranbieter gibt es mehr als genug und so unterbietet einer den anderen. Da wir aber 3 Tage durch das absolute nichts fahren wollen, suchen wir nicht den billigsten Anbieter sondern den, der uns am „seriösesten“ vorkommt. Zum Glück habe ich vorher schon von einer Freundin aus Chile einen guten Anbieter genannt bekommen. Zu dem machen wir uns dann auch auf den Weg (Sol Andino Expidiciones). Da wir zu dritt sind und noch ein paar Extrawünsche haben (Claudia muss zurück nach San Pedro/Wir weiter nach Uyuni) kriegen wir einen guten Preis. Uns wird gesagt, dass unsere Gruppe aus Personen + Fahrer bestehen wird und dass wir um 6 Uhr vom Bus am Hostel abgeholt werden. Uff wieder früh aufstehen! Aber hey, im Vergleich zu den Geysiren ist das ja noch ausschlafen.

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Mit dem Bus geht es jetzt an die chilenisch – bolivianische Grenze. Der Bus schlängelt sich durch die Landschaft, vorbei an weiten Ebenen und immer im Schatten des Vulkans Lincancabur. An der Grenze warten dann auf bolivianischer Seite unsere 4×4 Geländewagen. Oben auf dem Bild ist das Grenzhäusschen der Bolivianer zu sehen. Ja richtig, diese kleine Baracke ist der offizielle Grenzposten. Und jetzt stellt euch vor, dass da jeden morgen (gegen 8 Uhr, sau kalt) hunderte Touristen stehen und auf den Stempel warten. Was man da erwartet? Ganz genau, 2 Grenzpolizisten die in südamerikanischer Gemütlichkeit die Pässe kontrollieren und mit jedem Touri noch ein paar Sätze wechseln. Und deswegen mussten wir so früh aus dem Bett raus…Als wir den heiß ersehnten Stempel dann endlich im Pass hatten, wartete unser Fahrer schon mit kleinem Frühstück und Heißgetränken am Jeep. Was ein schönes Gefühl, wie der warme Tee die Kehle runterläuft und den Körper von innen wärmt…Hätte nicht gedacht, dass ich als Kaltgetränke Fan sowas mal sagen werde.

Während wir uns also gestärkt und gewärmt haben, hat unser Fahrer das Gepäck auf dem Dach verstaut und befestigt und uns schonmal einen groben Überblick über der Tag und die Sehenswürdigkeiten gegeben. Jetzt können wir es kaum erwarten, dass es los geht.

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Unser erster Stopp: Die Laguna Blanca. Ein traumhafter Start.

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Die 4×4 Jeeps vor der Laguna. Zum Glück ist dort alles so weitläufig, dass sich nach knapp 45 Minuten Fahrt die Wagenkolonne aufgelöst hat und wir größtenteils alleine unterwegs sind.

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Der 4×4 im vollen Einsatz. Selbst hier in dieser Umgebung sind wir in tierischer Gesellschaft. So treffen wir…

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…einen Wüstenfuchs…

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…Alpakas und Flamingos! Dabei suchen wir uns unseren Weg durch diese unglaubliche und unwirklich erscheinende Landschaft. Unser Fahrer ****** geht voll auf unsere Wünsche ein und so machen wir Fotostopps wann und wo wir wollen. Zum Glück!

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Unser treuer Weggefährte, darf ich vorstellen: Little Red Corvette! Was für ein Model.

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Und der Weg und die Aussicht vor uns…

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Dann muss man auch mal aussteigen und ein Stück zu Fuß gehen…

…Sooo nach vielen Stunden im Auto, der Hinter ist schon platt und quadratisch, gibt es dann die Mittagspause. Und was für eine. Es gibt nämlich eine kleine, aber feine Überraschung für uns: ein Thermalbad. Also der absolute Traum! Geile Aussicht, warmes Wasser und was zu Essen. Was uns der Spaß gekostet hat? Hmm ich würde sagen so 0,65€. Pro Person :D. Ach genug geschwafelt, in dem Beitrag hier gehts wieder mehr um Fotos und Eindrücke, also seht selbst:

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Ist ne ganz nette Aussicht. Aber bei was will man bei 65 Cent auch schon erwarten….

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…Jetzt auch mal mit wirklich schöner Aussicht!

Nach dieser erfrischenden Mittagspause gehts also wieder ab in den Jeep und weiter über die Schotterpisten (wenn überhaupt). Ein wunder wie ******* sich hier zurechtfindet und sich nicht verfährt. Aber auch im Auto hatten wir durch aus unseren Spaß. Ach ja was ich noch zur Gruppe sagen wollte. Wir sind ja zu 6. im Auto. Ein Mexikanisches Pärchen in den Flitterwochen und ein Alleinreisender Costaricaner. Über wen ich sprechen will? Über die Mexikanerin! Sie heißt nämlich auch Claudia. Als Claudia, Claudia und Claudio in einem Auto. Da wusste echt nie wer jetzt gerade angesprochen wird. So zurück zum Autofahren…

…Na toll hier sollte jetzt eigentlich ein super tolles Video rein, aber da ich zu geizig für einen Premium Blog bin, kann ich leider keine Videodateien hochladen….

Also springen wir zum nächsten Highlight. Die Laguna Colorada. Eine Orange-Rot gefärbte Lagune voooooller Flamingos. Die Farbe hat die Lagune den Algen und Mineralien zu verdanken. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, sehet und staunet:

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Hab ich denn zu viel versprochen?!

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Hier mal ein richtiges SCHEIß Foto!

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Wie viele Versuche wir dafür gebraucht haben? Dazu sag ich jetzt lieber nichts…

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Kann uns mal jemand aus den Träumen reißen? Wobei nein, lasst es lieber!

Traurig, aber mit leichtem Rotstich im Auge, verlassen wir die Laguna Colorada. Es geht in unsere erste Herberge, ein kleines Dorf mitten im Nirgendwo. Es gibt was leckeres zu essen und danach gehen wir das Dorf erkunden. In einem kleinen Laden finden wir den für das Altiplano typischen Traubenschnaps. Dieser soll gegen die Höhenkrankheit wirken und so nehmen wir prophylaktisch mal 2-3 Schlucke mehr, nicht dass wir noch Höhenkrank werden. Naja durch die Höhe knallt auch der Alkohol etwas mehr rein und so haben wir am nächsten Tag trotzdem Kopfschmerzen. Ach so und die Nacht war relativ kalt, trotz 6 (!!!!!) Bettdecken.

Mitten in der Nacht sind wir dann nochmal spazieren gegangen, wollte ich mich doch nochmal an der Milchstraße und den Sternen probieren.

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Am 2. Tag starten wir mit einem Frühstück in den neuen Tag. Es steht mal wieder eine längere Fahrt an. Im Schnitt sitzen wir 8-9 Stunden am Tag im Auto. Kommt einem aber gar nicht so vor. Die Zeit fliegt vorbei. Und wenn es dann doch mal etwas „langweiliger“ wird, dann singen wir halt alle zusammen im Auto YMCA oder Macarena (mit Tanz natürlich). Unser erster Stopp heute ist beim „arbol de piedra“, einem Stein der aussieht wie ein Baum. Auch sonst gibt es hier Felsen und steine in jeglichen Formationen. Zeit für ein Fotoshooting.

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Und so genießen wir die morgendlichen Stunden bei strahlendem Sonnenschein.

Und dann heißt es auch mal wieder ab ins Auto, wir haben noch einen langen Weg vor uns…unser nächstes Ziel ist die Laguna Negra. Dabei sieht die gar nicht so schwarz aus.

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Hier 3 wilde Flamingos vor der Laguna Negra.

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Unsere 6er Gruppe + Fahrer (der Name ist mir leider entfallen, deswegen weiter oben auch die **** in der Hoffnung, dass er mir noch einfällt)

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Unberührte Natur soweit das Auge reicht. Was will man eigentlich mehr?

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…Ich wüsste da was, ein leckere Bier. Hier in der Cactus und Coca Version. Etwas speziell, aber durchaus lecker!

So langsam nähern wir uns dann auch unserem eigentlichen „Ziel“, dem Salar. Wir sehen das erste weiß. Ungefähr so stelle ich mir auch den Nordpol vor. Weiß, soweit das Auge reicht. Heute nacht pennen wir in einem abgefahrenen Hostel. Ihr dürft raten woraus das besteht…Richtig, aus Salz! Ja das ganze Gebäude inklusive Betten besteht aus Salzblöcken! Natürlich muss ich das erstmal überprüfen und so verziehe ich das Gesicht nachdem ich einmal die Wand lang geschleckt habe. Verdammt salzig!

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Soooo, da wir uns jetzt in der Salar de Uyuni befinden wird es Zeit für 2-3 weitere Informationen. Hier im Altiplano gibt es 2 Jahreszeiten, Regenzeit und Trockenzeit. In der Trockenzeit hat man die bekannten Salzecken auf dem Boden, in der Regenzeit mehrere Dezimeter Wasser. In der Regenzeit entsteht dann der Spiegeleffekt. Seht ihr aber gleich noch bei den Fotos. Auf dem trockenen Salz kann man dagegen super mit den Dimensionen und Perspektiven arbeiten. Also was haben wir gemacht? Sind kurz nach der Regenzeit hingefahren. Keine Regenschauer, die Hälfte trocken und die andere mit Wasser bedeckt. So haben wir beide Effekte, Yeah!

Da auch hier einige super schöne Videoaufnahmen entstanden sind muss ich mir noch überlegen, wie ich das mit den Videos hinbekomme.

Der eigentliche Bericht endet dann auch hier. Jetzt kommen noch die zig Aufnahmen aus der eigentlichen Salzwüste. Insgesamt kann ich abschließend aber sagen, dass es die Reise absolut Wert war. Das nächste Mal würde ich sogar noch einen Tag extra buchen, zum Fotografieren! Wer plant dorthin zu Reisen sollte definitiv versuchen kurz nach der Regenzeit dorthin zu fahren. So Spart man sich starken Regen und hat zu dem beide Effekte. Und man muss beides gesehen haben. Wir waren Mitte April dort und es war genau richtig vom Timing. So genug geschwafelt, genießt die Bilder!

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Sonnenaufgang über dem noch Nassen Teil der Wüste.

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Wir sind die Ersten, da wir unseren Fahrer gedrängt haben früher los zu fahren.

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JA, ich war da 😜

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Unsere Crew dick eingepackt.

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Da kann man sich auch mal ein Frühstücksbier gönnen.

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Der Blick durch die versalzene Frontscheibe.

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Robingles „Original“

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„Auf des Fingers schneide“

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„Engel & Teufel“

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„Work-Life Balance be like“

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Salud!!!

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Auch die Rallye Dakar ging schon einmal durch die Salar.

 

 

So das wars das hier erstmal. Ich hoffe ich kann die Videos noch irgendwie einfügen wäre schade wenn nicht!

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