Der versuchte LKW-Roadtrip

Also mein Tio Pato ist LKW Fahrer und hatte mir angeboten, mich am 31. Oktober bis nach Arica mitnehmen zu können. Dieses Angebot musste ich natürlich annehmen. Was gibt es denn geileres als einen LKW-Roadtrip einmal quer durch die Atacama Wüste? Es sollte morgens um 09:30 losgehen! Ich musste vorher noch zum Impfen ins Vacunatorio. Meine Tante, die auch mit nach Arica will begleitet mich also ins Krankenhaus zum Impfen. Hat alles gut geklappt, es kann also losgehen. Mein Onkel war noch nicht fertig mit beladen, also sind meine Tante und ich noch was leckeres Essen gegangen in einer riesen Markthalle. Dann ab zum Bus, der uns bis zu einer Raststätte an der Autobahn bringt, wo mein Onkel uns dann Aufgabelt.

Wir also eine Stunde lang mit dem Bus dahin. Mein Onkel immer noch nicht fertig mit beladen. Wir trinken also einen Tee und warten an der Raststätte. Endlich, der LKW fährt auf dem Parkplatz vor und wir steigen ein. Wir fahren sofort los, sind ja schon spät dran. Mein Onkel hat 35 Tonnen Metall Rohre geladen was das anfahren und beschleunigen schon sehr beeinträchtigt. Der LKW summt leise und verrichtet seinen Job ohne jegliches meckern. Es geht bergauf und bergab kein Problem.

Dann der Schock. Nach einer Stunde Fahrt fängt mein Onkel an zu fluchen. Meine Tante und ich verstehen nur Bahnhof, ist schließlich nichts zu sehen was das Fluchen erklären würde. Mein Onkel fährt rechts ran und sobald wir stehen sehen wir es auch. Links vorne kommt Wasserdampf aus dem Motor und es sprudelt schwarzes Kühlwasser auf die Straße. Mein Onkel erkennt sofort das Problem, irgendwas im Motor ich kenn mich da nicht aus. Auf jeden Fall ist schnell klar: es geht nicht weiter! Die Fracht muss aber in 2 Tagen 2.000km weiter in Arica sein. Also telefoniert mein Onkel eine Stunde rum, bis er einen anderen Truck findet, der seine Fracht übernimmt. Nach einer weiteren Stunde warten kommt der andere Truck. Es dauert nochmal einige Zeit bis alles geklärt ist und die Rampla mit der Fracht an den anderen Truck drangehangen wurde. Traurig sahen wir den anderen LKW samt Fracht und unserem Ziel davon fahren. Für uns ging es dann ganz langsam und mit Kühlwasser nachfüllen zurück nach Santiago. Das war es also mit dem schönen Roadtrip…

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